
Lange ist hier nichts passiert und da ich es irgendwie nicht schaffe, diesen Blog einfach so aufzugeben, nehme ich es wieder in Angriff!
Auf meinem PC befindet sich irgendwo ein Anfang von einem Jahresrückblick 2010, jedoch habe ich diesen nie fertig bekommen. Denn im Januar/Februar ging das studieren erst so richtig los. Es hieß Prüfungen schreiben und sich in der überfüllten Bibo hinter Bücherregalen zu verschanzen und LERNEN, LERNEN, LERNEN. Nun ja leider muss ich sagen, hatte ich nicht sonderlich viel Erfolg damit und bin sehr unzufrieden mit meinen Ergebnissen. Aber aus Fehlern lernt man und deshalb fange ich nun von Anfang an durchzustarten und mehr als nötig zu tun. Die erste Hausarbeit ist inzwischen auch abgegeben und auch da habe ich gelernt...früher anfangen lohnt sich ;) Dieses Semester stehen 3 Hausarbeiten an und sobald ich das Thema weiß, wird sich hingesetzt und geschrieben. Irgendwann muss man sich ja auch mal disziplinieren.
Das Schönste ist, dass wir momentan kein Internet in der Wohnung haben. Man merkt 1. wie verdammt abhängig dieses blöde World Wide Web macht und wie einfach man auch drauf verzichten kann. Endlich mal wieder lesen, wenn man aufwacht. Endlich mal wieder mehr raus kommen und seine Zeit, sinnvoller nutzen, als sinnlos im Netz rumzuhängen. Natürlich verfällt man wieder in die alten Muster, wenn man z.B. in der Bibliothek das Netz benutzt, jedoch ist die Bibo 1. viel zu warm und 2. schließt sie auch irgendwann. Das schöne Wetter bringt es jedoch mit sich auch öfter mal raus zu gehen. Ob ins Paradies zum grillen oder zum wandern oder einfach nur zum spazieren.
Ich versuche jetzt mal, alles zusammen zutragen, was sich die letzten Monate so zugetragen hat. Über einen Monat durfte ich nun wieder Ostseeluft schnuppern und es hieß den Bergen, den Rücken zu kehren. Trotz nächtlicher Zugfahrt, die Felix und ich Schlaf und betrunken gemeistert haben, sind wir gut angekommen und haben es genossen. Rostock mit all den Liebsten, ob feiern, einfach nur quatschen, trinken, Konzerte, Strand oder chillen. Es war einfach alles wunderbar in diesen Heimatferien und dafür bedanke ich mich bei allen Beteiligten =) Umso komischer wieder nach Jena zu kommen und die meisten Leute sind noch nicht da. Selbst mein liebster Mitbewohner(Felix) nicht =(
Seit Anfang Januar wohne ich nun auch woanders nämlich im Damenviertel, der KTV Jenas. Felix auch gebürtiger Rostocker und ein Freund von Johann, hat es möglich gemacht und mich in eine Männer WG vom feinsten geholt. Seit 10 Jahren nur Männerwirtschaft.....das ist leider nicht zu übersehen gewesen. Der Kühlschrank voller Zeug, was teilweise abgelaufen oder verschimmelt war. Milch von 2008 oder Almette der schon schwarz war. Ja, ja, diese Jungs. Ich habe es mir auch nicht nehmen lassen, einfach mal einen Putzplan zu entwerfen und dieser wurde sofort angenommen. Wir wohnen insgesamt zu 4. hier und ich bin (noch) das einzige weibliche Wesen. Seit dem Ende der Semesterferien und auch dem Beginn des Frühlings habe ich diesem Haufen und dieser Wohnung den Kampf angesagt. Ausmisten, umsäumen und verschönern, das ist der Plan! Diese Woche habe ich mir den Balkon vorgenommen. Ein paar kleine Kräuter und Blumentöpfe sollen her und ein Grill ebenfalls. Der Sperrmüll der letzten Wochen hat schon gut geholfen, einige Dinge zu besorgen und andere zu entsorgen. Ich bin frohen Mutes!
Ende Januar hat es Paps und mich für ein Wochenende nach London verschlagen. UK COLDWATER CHAMPIONSHIPS war der Plan und meine liebste Gastfamilie zu besuchen. Es war mehr als komisch, wieder in gewissen Gegenden zu sein und vor allem wieder in diesem Haus zu schlafen und dann auch noch in meinem Zimmer. Da Papa und ich sehr spät in der Nacht ankamen und der Rest am nächsten Tag noch zur Arbeit oder zur Schule musste, haben Papa und ich London unsicher gemacht. Jedoch ließ ich es mir nicht nehmen, als sich Papa noch im Land der Träume befand, das Haus zu durchforste. Was hat sich geändert, was ist gleich geblieben. Gleich geblieben ist auf jeden Fall, das normale englische Chaos, was sich jedoch durch eine Putzfrau(JJAAA MEIN VORSCHLAG!!!) schon deutlich bessert. Gebessert: Sally hat ein Kochbuch und regt sich über ihren ,haushaltlich, faulen Bruder auf UND meine Collage hängt direkt über dem Esstisch.....ein Platz, der mich mehr als ehrt. Nun ja, Paps und ich wollten einen weiteren Punkt auf der „ You need to see in London“ Liste abhaken nämlich „The Tower of London“. An den Kronjuwelen sind wir auf einem Fließband vorbei gefahren und haben Wächter, Rüstungen und Kanonen bestaunt. Danach hieß es dann shoppen bis zum umfallen. Ich glaube, ich habe selten so schnell und so in Ekstase eingekauft. Papa hat alles gut mitgemacht und überstanden, wir hatten aber auch genug Zeit und im Kopf hatte ich eh alles durchgeplant ;) Am Abend wurden wir dann von Kath und den Kindern empfangen und haben gemeinsam zu Abend gegessen...wie immer ein Hühnerbraten =) Gespielt und gequatscht und auch in das Aupair da sein zurück verfallen, war an diesem Abend angesagt. Der nächste Morgen begann eigentlich wie jeder „Coldwater swimming sunday“...Kath und ich treffen uns in der Küche sind beide total verschlafen, aber auch soooo aufgeregt. Nur kam diesmal ein noch viel mehr aufgeregter Papa hinzu, der sein „Glück“ noch nicht fassen kann. Ja, wir haben ihn unfairer Weise auch bei der Staffel angemeldet. Im Lido, hieß es dann erstmal begrüßen und es hat mich erstaunt wie viele Leute mich noch erkannten und mich freudig empfingen! Nachdem Kathrine das erste Mal geschwommen ist, hieß es warten...und auch frieren...irgendwann dann waren wir auch dran und ich glaube, ich war selten so aufgeregt und ich glaube jedoch, dass diese Aufregung nicht ansatzweise an die von Paps reichte. 3,5° Wassertemperatur und dann auch noch einen Wettkampf schwimmen. Ja wir sind verrückt, aber stolz drauf. Wir haben keinen Medaillenplatz belegt aber das brauchten wir auch nicht, denn das was wir gewonnen haben, kann uns keiner nehmen, nämlich Spaß, Nervenkitzel und Erfahrung. Am Abend ging es zum „Barn Dance“ des Schwimmvereins in Tooting. Traumhaft, ein Club von Indern geleitet, mit indischem Essen.....ach ja Tooting ich vermisse dich schon manchmal =) Dort wurde dann eine Art „Squaredance“ getanzt unter Anleitung. Was ein Spaß =) Am nächsten Tag ging es nach ausgiebigen Frühstück wieder in die City und dann ab zum Flughafen. Was für ein Wochenende. Ich kann hier nur nochmal danke sagen, an Paps für das Flugtickets und den Mut mitzuschwimmen. Ich bin wirklich sehr stolz auf dich und du hast meinen höchsten Respekt! Danke, an Kath und die Kids für das wohlfühlen und wieder aufnehmen. Und danke an den Schwimmclub und dessen Mitglieder fürs willkommen heißen und die perfekte Organisation der Meisterschaften. 2012 sind in Lettland die Weltmeisterschaften und ich überlege immer noch...wenn ich bald einen Job ergatter, dann sollte ich mit sparen anfangen. Ein Traum wäre es. Ach und danke, an den netten Mann vom Shuttleservice in Berlin, dass er mein Handy sofort an sich genommen hat. Dort hatte ich es nämlich, in lauter Hetzerei, verloren. Ach und Easyjet, danke für die Verspätungen.....waren absolut fehl am Platz!So nun genug davon.
Was war sonst noch los? In den Semesterferien, habe ich auch noch einen Abstecher nach Oslo gemacht und einen wunderschönen Kurztrip mit Gordon erlebt. Trotz viel gutem Essen und Trinken haben wir auch viel gesehen und erlebt. Danke übrigens nochmal, Herr von und zu Kapitän, fürs mitnehmen.
Das Semester hat nun wieder begonnen und beinhaltet wieder viele interessante Themen z.B. „ Kulturgeschichte der Sexualität“ oder „Maritimkultur“(mit Exkursion nach....ROSTOCK =)) „Witz und Schwank“ oder „Protestkultur“. Ebenfalls belege ich gezwungener Maßen einen Französisch Kurs und freiwillig einen Tanzkurs(Video Clip Dancing). Momentan warte ich noch auf eine Rückantwort aus Weimar, bezüglich meiner Bewerbung auf das Nebenfach „Kulturmanagement“ und hoffe, dass sie mich dort haben wollen! Deshalb, habe ich dieses Semester auch nur Volkskunde/Kulturgeschichte und naja doch recht viel Freizeit, die ich aber nichtsdestotrotz mit Unikram fülle. Irgendwas findet sich immer. Diese Woche fängt mein Theaterprojekt so richtig an, dazu aber bald Nähreres. Am Sonntag trudeln Dirk und Mama in Jena ein und nehmen mich dann für Ostern wieder mit an die Küste. Ich muss ja zugeben, hier in Jena, werde ich ein wenig zum „Lokalpatriot“, wo es auch nur geht, gebe ich mit Rostock an und erzähle wie wunderschön es dort ist. Und da Felix ebenso an Rostock hängt wie ich inzwischen, bin ich auch selten allein mit dieser Meinung =) Natürlich hänge ich genauso an London...aber erstmal das nehmen was dichter ist =)
Da der Frühling oder schon fast der Sommer in Jena eingekehrt ist, heißt es auch wandern. Am Sonntag war ich mit Kati auf dem Jenzig und wir haben es uns bei blauem Himmel, sonne satt und traumhafter Aussicht auf einer Wiese gemütlich gemacht und tatsächlich gelernt. So lässt es sich leben. Nächstes Wochenende will ich mal zum Fuchsturm gucken, denn wenn ich hier schon nicht an den Strand kann, will ich zumindest versuchen, den Horizont zu sehen ;) Hoffentlich bessert sich bis dahin das Wetter wieder.
Nun gut, ich denke das war erstmal so das Wichtigste aus den letzten paar Monaten. Ich hoffe ihr freut euch mal wieder was zu lesen und schreibt auch das ein oder andere Kommentar.
In einer Woche geht es schon wieder Richtung Ostsee und dann wird an gebadet =)
Bis dahin.....AHOI!!!